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Luckau - ehemaliges Dominikanerkloster Luckau gehört zu den ältesten und am besten erhaltenen Städten des Landes Brandenburg. Noch heute sind der mittelalterliche Stadtgrundriss mit vollständiger Stadtmauer sowie die wasserführenden Grabenanlagen nachvollziehbar. 1291 wurde in dieser Stadt ein Dominikanerkloster gegründet, dessen Geschichte aber bis zum jetzigen Zeitpunkt weitgehend unbekannt ist . Seit 1747 wurde es als Zucht- und Armenhaus genutzt, ab 1872 als städtische Strafanstalt, später dann als Jugendvollzugsanstalt. Von der ehemalige Gebäudegruppe der Klosteranlage hat sich bis heute kaum etwas erhalten. Lediglich die 1848 endgültig umgestaltete Klosterkirche ist anhand der Strebepfeiler und der noch nachvollziehbaren Gestalt des Chores zu erkennen.
Im Rahmen der geplanten Umnutzungsarbeiten zum Niederlausitzmuseum wurden die Fundamente dieser ehemaligen Klosterkirche eingehend unter bauarchäologischen Aspekten untersucht . Zu diesem Zweck legte man 10 Sondagen an ausgesuchten Stellen an, sie gaben Aufschluss über die Steinsetzungen und deren variierende Baustrukturen. Zu den ältesten Befunden gehörte die Ecke eines nicht näher zu definierenden Gebäudes, das 3,60 m tief fundamentiert war und aus Feldsteinen mit Größen bis zu 80 x 60 m, Bruchsteinen mit Größen bis zu 0,50 x 0,35 m und einem sehr festen Lehmmörtel bestand. Von dem darüber ansetzenden Mauerwerk hatten sich zwei Lagen (Backsteine, darunter zwei Formsteine als Hinweis auf die Gebäudeecke) erhalten. An der östlichen Außenseite des Aufgehenden fanden sich Lehmputzreste mit Spuren einer roten Kalkfarbe. Eventuell deutete sich hier ein Portal eines älteren, sicherlich spätmittelalterlichen Gebäudes an.
An der Südwand des Gebäudes konnte das Fundament der Kirche in drei Sondagen nachgewiesen werden. Es bestand aus Feld- und Bruchsteinen, einzelne Backsteinfragmente kamen ebenfalls zum Einsatz. Überraschend war die abweichende Bauweise, d.h. die im unteren Fundamentbereich zu beobachtenden Abtreppungen waren unterschiedlich ausgeprägt. In einer weiteren Sondage im Chorbereich fanden sich Reste eines Backsteinfundamentes, dass möglicherweise als Substruktion des ehedem hier stehenden Altars interpretiert. Im Hauptflur (EG) des Gebäudes konnte in drei weiteren Sondagen bereits ab einer Tiefe von 0,40 m unterhalb des aktuellen Fußbodens eine Vielzahl an Mauerbefunden freigelegt werden. Sie waren sowohl der Kirchenbau wie auch den späteren Nutzungsperioden zuzuordnen.
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